Immer wenn Olympia ist, geht in Düsseldorf die Quadriennale über die Bühne. Konkurrenzlos steht die Kunststadt am Rhein da, kann sie es sich doch offenbar leisten, annähernd sieben Millionen Euro (fünf davon kommen aus dem städtischen Haushalt) für ein Unternehmen aufzuwenden, von dem sich schwerlich mehr sagen läßt, als daß es alle vier Jahre stattfinden soll.
Auf eine inhaltliche Ausrichtung mochte man sich nicht einigen, auf eine künstlerische Leitung ebenso wenig. Auf Lila als Signetfarbe dagegen schon und einen Allerweltsuntertitel “Kunstgegenwärtig”. So bleibt einstweilen in der Schwebe, was sich hinter dem großen Q im lila Quadrat verbirgt: Schaulaufen der Düsseldorfer Ausstellungshäuser, Ausstellungsmarathon, Kunsttouristenrundrennen oder - immer beliebt - rheinische Nabelschau?
Zum Auftakt der Quadriennale 2010 (10. Sept. bis Jan. 2011) lädt die Landeshauptstadt zu einem Symposium ein, das den geheimen Obertitel der gesamten Veranstaltung vorgibt: “Objekte für Alle und Keinen”.
Ein halbes Jahr vor Beginn der 2. Quadriennale hatte die Ende 2008 gegründete Quadriennale-GmbH (Geschäftsführer sind Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und Angela Eckert-Schweizer, Vorsitzender des Aufsichtsrates ist OB Dirk Elbers) in die alte Paketpost neben dem Düsseldorfer Hauptbahnhof geladen. 13 Institutsleiter und Kuratoren (von Ackermann bis Wismer), eine Galeristin (Helga Weckop-Conrads) und ein Philosoph (Heinrich Heil) traten hinter das Mikrophon, um - eine neue olympische Disziplin? - in je zwei Minuten Redezeit ihr Projekt den erstaunten Journalisten vorzustellen. Da blieb Manchem die Spucke weg. Die Vorstellung geriet derart atemlos und spannend, daß die durchweg erfahrene Journalistin Helga Meister gleich zweimal das Klingeln ihres eigenen Handys überhörte. Hier die Liste der Projekte:
Die Quadriennale. Das Programm. Die Spielflächen.
Symposion
Objekte für Alle und Keinen
08. und 09. September 2010 im Robert-Schumann-Saal
Teilnehmende Häuser
Akademie-Galerie - die neue Sammlung
Mit Kopf und Hand - Variationen zur Zeichnung
K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Joseph Beuys. Parallelprozesse.
K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Auswertung der Flugdaten: Kunst der 80er. Eine Düsseldorfer Perspektive.
KIT-Kunst im Tunnel/Kunsthalle Düsseldorf
Blick zurück nach vorn
Kunsthalle Düsseldorf/Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen
Marcel Broodthaers und heute
museum kunst palast
Nam June Paik
NRW-Forum Düsseldorf
[THE RED BULLY] Stephen Shore and the New Düsseldorf Photography 1971-87
imai - inter media art institute
Katharina Sieverding: Projected Data Images
Stiftung Schloss und Park Benrath
James Lee Byars - The Perfect Axis
Teilnehmende Partner
JULIA STOSCHEK COLLECTION
NUMBER FOUR: DEREK JARMAN’s SUPER 8s
ZERO foundation
LIGHT IN DARKNESS
KAI 10 | Raum für Kunst der Arthena Foundation
BELOW ZERO/-1/MINUSEINS
Langen Foundation
Jef Verheyen »Le Peintre Flamant« und Freunde
Düsseldorfer Galerien
>deutschlandpremieren<
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